Die Spielgruppe ist wie eine Zauberkiste: man weiss zu Beginn des Schuljahres nicht so genau, was sie beinhaltet, tausend Dinge können daraus entstehen, welche mich zum Staunen, zum Lachen, zum Mitfiebern oder Nachdenken bringen. In loser Folge lade ich Euch zu verschiedenen Vorstellungen ein.

Der Zauberstab liegt nicht in meiner Hand. Die Kinder sind es, die mit ihrer Art die Welt zu sehen, die Dinge zu erleben und die Spielgruppenleiterin mitwirken zu lassen, aus der Spielgruppe ein Erlebnis machen.

Hereinspaziert...

Dienstag, 10. März 2015

Frühlingssträusschen

Jetzt wo endlich die Frühlingssonne regelmässig durch's Fenster scheint, haben wir uns mit viel Farbe und Freude ans Gestalten unserer Frühlingssträusschen gemacht. Die Kinder haben die Vertiefungen von Eierkartons innen und aussen angemalt. Diese werden dann ausgeschnitten und mit einem Röhrchen in eine Blume verwandelt. Nun zieren viele farbige Blumen unseren Spielgruppenraum.




Freitag, 6. Februar 2015

Basteltipp - hausgemachte Fasnachtsschlagen






Mit Farbe und Korken haben wir die schwarzen Papierschlangen gestempelt - so bunt und einsatzbereit für die Fasnachtsdekoration unseres Raumes sind sie geworden!

Übrigens, ich habe soeben ein spannendes Buch entdeckt, das ich gleich bei nächster Gelegenheit und wenn wir schon beim Thema Schlangen sind, erzählen werde:

"Hast Du Angst?, fragte die Maus"
von Rafik Schami und Kathrin Schärer

Dabei geht es um die kleine Maus, die lange keine Angst verspürt und auf der Suche nach dieser vielen Tieren begegnet. Nur die Schlange mag ihr dann dieses komische Gefühl im Bauch zu geben... und schnell rennt sie zurück zur Mama, die ihr Schutz und Trost bieten kann. Eine wunderbare Geschichte für Spielgruppenkinder, finde ich.






Freitag, 30. Januar 2015

Basteltipp - Ballonrasseln zur Fasnachtszeit

Wir haben mit den Kindern Ballone mit einigen Prisen Buchweizen gefüllt, zwei Glöckchen hinein gestupst und dann die Ballone (nicht zu gross) aufgeblasen. Dann ging es mit Kleister und Zeitungspapier daran, die Ballone einzupacken. Zugegeben, das braucht etwas Geschicklichkeit und ist für die 3-Jährigen weniger geeignet. Aber für die Kinder, die im August in den Kindergarten kommen und schon ziemlich Ausdauer beim Basteln zeigen, war es ein Spass, mit pappigen Händen am Ballon arbeiten zu können. Wenn die Ballone trocken sind, kann man mit Farben die Werke anmalen. Fertig sind unsere Ballonrasseln, bereit für viel Musik und Lärm zur Fasnachtszeit. Die Ballone muss man übrigens nicht aufstechen nach getaner Arbeit, es rasselt und "glögglet" auch so ganz schön.

Sonntag, 11. Januar 2015

Fenster-Confetti


Wir beginnen mit den Dekorationen für die Fasnachtszeit in der Spielgruppe.
Dazu bemalt jedes Kind einige Plastikbecher (vom Coop, unbedingt mit einer Rille in der Mitte). Am besten funktioniert es, wenn die Kinder ihre Faust mit einem Plastikbecher überstülpen. Die angemalten Becher schmelze ich im Ofen bei 150°C ein, bis sie ganz flach liegen. Das dauert nur einige Minuten, einfach dabei zuschauen und rechtzeitig heraus nehmen. Dann bohre ich in alle Plastikkreise ein kleines Loch, wir fädeln sie auf einer Schnur auf und fertig sind unsere Fenster-Confetti!

Freitag, 9. Januar 2015

Jeder ein König!

Der Dreikönigstag hat mich zu einer neuen Art inspiriert, aus jedem Kind einen König zu machen:
In einer grossen Kiste besitzen wir in der Spielgruppe ca. 10 kg weisse Bohnen, die für ganz unterschiedliche Spiele und Ideen eingesetzt werden können (meist in einer grossen Wanne zur Verfügung gestellt, können die Kinder darin wühlen, abfüllen, kneten, schöpfen, umleeren und dies besonders in der kalten Jahreszeit als "indoor"-Sandkasten verwenden).

Diese Woche habe ich ein kleines Schächtelchen in ebendieser Kiste versteckt, in dem sich ein Traubenzucker befand. Ein Kind nach dem anderen durfte in der Kiste so lange herumtasten, bis das Schatzkistchen zum Vorschein kam und sie den Traubenzucker herausklauben konnten.

Und natürlich bastelte jeder seine eigene, ganz individuelle Krone dazu!

Montag, 15. Dezember 2014

mir sind parat!




Unsere Päckchen liegen da, sooooo viel Geduld müssen wir noch haben, nichts verraten dürfen wir, fleissig haben wir gemalt, geklebt, verziert, verpackt, verschnürt - ach Weihnachtszeit, wir sind startbereit! 

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Weihnachten konfessionsneutral

Die Weihnachtstraditionen prägen alles um uns herum im Dezember. (Ich weiss, meist sogar schon im Oktober, wenn man die Ausstattung der Läden anschaut...!) Erstmals, als ich mit der Spielgruppe vor 9 Jahren begann, wurde mir bewusst, dass unsere Bräuche längst nicht bei allen Kulturen verbreitet sind und es deshalb wohl für einige Kinder und Eltern fremd anmutet, wenn man das Krippenspiel als Schäfer verkleidet mitspielt, wo man selber nie eine solche Geschichte gehört hat.
Natürlich bin auch ich mit christlichen Traditionen aufgewachsen, jedoch ansonsten weitgehend konfessionsneutral erzogen worden. Ganz im Sinne von "Spielgruppe plus" und der durchmischten Gruppe, die uns zwei Mal wöchentlich erfreut, empfinde ich es als eine spannende Herausforderung, einen Mittelweg in all den Feierlichkeiten des Jahresendes zu finden.

Der Samichlaus hat uns besucht, Natürlich nicht mit der bösen Rute und dem grossen Sack, um Kinder darin mitzunehmen, sondern mit viel Wissen über unsere tolle Gruppe und einer Geschichte vom Zwerg Zwack, der in seiner Stube Schabernack trieb. Verstehen konnten nicht alle Kinder seine Geschichte, aber spätestens als er ihnen das Säckchen überreichte, das sie für ihn im Voraus verziert hatten, wurde die Botschaft für alle klar: dieser liebe alte Mann muss man gern haben und so manch einer verlor dank dem Besuch in der Spielgruppe sogar die Angst vor allen Chläusen, die derzeit in den Strassen unserer Gemeinde unterwegs sind...!

Engel trifft man auch überall zur Zeit. So verkleiden sich die Kinder in der Spielgruppe gerne   für folgendes Spiel:
Ich habe 3 Sets Kartonflügel mit Gummischnüren angefertig und die drei Engel erhalten jeweils einen Stern, eine Rose und eine Rassel. Sie spazieren im Kreis um unsere Gruppe herum und wir singen dazu:

Drü Ängeli flüüget, sie flüüget so wiit.
Sie flüüget zum Chrippli wo's Jesuschind liit.
De erscht trait e Blueme, de zwei trait en Stern.
De dritt singt es Liedli: "mir händ dich so gern"

(Gesungen mit der Melodie von: "ich ghöre es Glöggli, das lüttet so schön)

Ich habe zwei Geschichten, die ich mit Vorliebe zu dieser Jahreszeit erzähle, weil sie nicht an eine bestimmte Religion gebunden sind, sondern einfach das Beisammensein, die Freundschaft und Zuneigung füreinander, die zu dieser Jahreszeit überall gefeiert wird, zum Ausdruck bringen.

Lorenz Pauli hat mit dem Buch "wie weihnachtelt man?" eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Geschenke geschrieben. Die schönen Zeichnungen von Katrin Schärer eignen sich auch perfekt, um mit dem Kamishibai (Bildertafeln, die in einem Holzkasten vorgeführt werden) erzählt zu werden. Einige Kerzen im Raum und ein bisschen verdunkeln... schon entsteht der Weihnachtszauber.


Das andere Buch, das mir gefällt ist die traditionelle Weihnachtsgeschichte von Hans Christian Andersen "der kleine Tannenbaum", illustriert von Caroline Pedler. Hier sind es die Kinder, die die Geschichte prägen und dem kleinen Baum eine neue Aufgabe geben, nachdem die Weihnachtstage vorbei sind.