Die Spielgruppe ist wie eine Zauberkiste: man weiss zu Beginn des Schuljahres nicht so genau, was sie beinhaltet, tausend Dinge können daraus entstehen, welche mich zum Staunen, zum Lachen, zum Mitfiebern oder Nachdenken bringen. In loser Folge lade ich Euch zu verschiedenen Vorstellungen ein.

Der Zauberstab liegt nicht in meiner Hand. Die Kinder sind es, die mit ihrer Art die Welt zu sehen, die Dinge zu erleben und die Spielgruppenleiterin mitwirken zu lassen, aus der Spielgruppe ein Erlebnis machen.

Hereinspaziert...

Samstag, 30. November 2013

Basteltipp - Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Jedes Jahr ist es ein Vergnügen, die Adventsgestecke mit den Kindern zu gestalten. Ob mit oder ohne Tannenzweige, mit dicken oder dünnen Kerzen, im Tontöpfchen, auf einem Teller oder in einem sonstigen Behälter ist das Werk am Schluss eine Augenweide. 
Dieses Jahr haben wir zunächst die Metalltöpfe mit rot und weiss mittels eines Korken gestempelt. Beim nächsten Durchgang durften die Kinder mit den Fingern Glitzerleim darauf verteilen. Gefüllt mit Salzteig (der vorher ausgiebig für tausend andere Ideen gebraucht wurde), haben wir eine Kerze darin versenkt. Mit Perlen, Eicheln und Strohsternen besteckt durfte jedes Kind sein Werk stolz nach Hause tragen.



Montag, 4. November 2013

Basteltipp - Laterne mit Mond und Sterne

Wir sind startbereit für den Räbeliechtliumzug!

Da es für die Kleinen zu schwierig ist, selber eine Räbe auszuhöhlen und zu schnitzen, weiche ich immer auf eine Laterne aus. Dieses Jahr habe ich Tetrapackungen gesammelt, den oberen Drittel davon weggeschnitten. Dann habe ich sie mit weiss grundiert. Die Kinder durften mit Kleister und Crèpepapier die Laternen bekleben, dann schnitt ich Sterne, Herzen, Monde aus, die ich mit Backtrennpapier hinterlegte. Links und rechts befestigte ich einen Pfeiffenputzer, auf denen die Kinder Perlen, Pasta, Glöckchen, Netzchen auffädelten.

Igeli, Igeli im Bletterhaus


Igeli, Igeli, i diim Bletterhuus
Mach en laaaange Winterpfuus!

Im Kreis darf ein Kind in der Mitte zusammenkauern, wie ein kleiner Igel. Mit einem grossen Tuch decke ich es zu. Wir hören alle hin, ob das Igelchen schnarcht....? Wenn wir finden, der Igel hat nun genug geschlafen, rufen wir:

Igeli, Igeli, chumm wieder druus
us diim Bletterhuus!


Das Moosgummi-Igeli werden wir auf einen Karton kleben und werden ihm selber einen Blätterhaufen dazu kleben für seinen Winterschlaf. So haben wir das Thema gleich auf verschiedenen Ebenen eingebunden.


Donnerstag, 3. Oktober 2013

Basteltipp - Das sehr unfreundliche Krokodil


Schön ist es, wenn man eine Geschichte mit den Bastelfreuden der Kinder verbinden kann. Das gibt mir die Möglichkeit, die Wörter der Geschichte auf verschiedenen Ebenen mit den Kindern anzuschauen. "Das sehr unfreundliche Krokodil" hat besonders eindrückliche Bilder und lässt sich bestens im Kreis erzählen. Auch die Kinder, die sonst üblicherweise bei einer Geschichte schnell abgelenkt sind, bleiben bis zur letzten Seite dabei und suchen eifrig nach dem faulen Zahn des Krokodils, das ihm solche Schmerzen bereitet. Wir haben dann Eierschachteln angemalt und unser Krokodil dann mit Glitzerleim noch verschönert. Zum Schluss erhielt jedes Kind eine "kleine Maus" (aus einem Korken mit Schnur), die im grossen Maul des Krokodils nach dem faulen Zahn sucht. 


Montag, 23. September 2013

fidibus - Kinder zaubern Wortspiele

Es fliegt ein grosser Vogel über den Spielplatz.

Lea, 3-Jährig, die soeben die Deutsche Sprache entdeckt, zeigt aufgeregt und sagt: Schau, Vogel!! 
Ich gebe ihr zur Antwort: ja, genau, Lea, super, das ist ein Busshard.
Verdutztes Schweigen von Lea. Sie stemmt dann ihre Hände in die Hüfte und sagt: Nein Bus, VOGEL das! 
Wir Spielgruppenleiterinnen verstehen aber auch gar nichts von Tieren…. ; )

Donnerstag, 29. August 2013

Basteltipp - Verwendung der alten Knete

Die alte Knete haben wir in Töpfchen verteilt und den Kindern geschnittene Strohhalme gegeben zum "setzen". Eine von ihnen bemalte Kartonblume vervollständigt das Werk.


Mittwoch, 28. August 2013

Aller Anfang ist schwer...

Da spazieren sie nun also herein, meine kleinen Käfer.
Vier Gesichter bleiben mir aus dem letzten Schuljahr erhalten, für acht bedeuten diese ersten Spielgruppenerfahrungen einen Neuanfang.
Mit Vorsicht, Neugier, scheuen Lächeln oder auch zielstrebiges Hinsteuern auf die zahlreichen verlockenden Spielsachen purzeln sie in den Spielgruppenraum.
Wie immer ist die Ablösung von Mami das Hauptthema zu dieser Jahreszeit.

Einige Kinder scheinen mit dem naturgegebenen Vertrauen ausgerüstet zu sein, dieses neue Abenteuer ohne grosse Bedenken anzupacken. Sie lassen sich auf meine Kontaktaufnahme  mit dem Käfer Maya ein, der uns dieses Jahr begleitet. Maya ist auch neu, sie kennt sich auch noch nicht so genau aus in der Spielgruppe und darf in einer Schachtel versteckt jederzeit zum Rückzug fliegen, wenn es ihr zu viel wird. Aber schon wenn sie die Kinder rufen, schlüpft sie schnell aus ihrem Versteck... die Handpuppe ist immer eine willkommene Brücke zwischen mir und den Kindern.

Den ersten Halbtag haben die Mütter, Väter oder Betreuungspersonen die Kinder in meine Spielgruppe begleitet. Wir haben gemeinsam den Raum kennen gelernt, die neuen Gesichter gesehen, ausgiebig mit Salzteig gespielt und einen Zvieri genossen.

Ab dem zweiten Treffen ist das Ziel, das jeder ohne seine Begleitperson bleiben mag. In den vergangenen acht Jahren habe ich schon zahlreiche "Ablösungen" miterlebt und stets versucht, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder und der Eltern zu spüren. Eine Konstante ist jedoch geblieben: der Abschied soll deutlich sein, aber nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Die Kinder, welche diesen Moment befürchten werden durch einen ausgedehnten Abschied nur schmerzhaft mit dem befürchteten Moment gefordert. Es bedeutet für mich eine besondere Herausforderung zu merken, welches Kind mich beim Abschied wie, wo und in welchem Masse braucht. Gewisse werden lieber alleine gelassen und vertiefen sich möglichst schnell in ein Spiel, andere schätzen meine Nähe gleich nach dem Weggang von Mami. Diejenigen, die wirklich weinen und leiden, wissen manchmal selber nicht, was ihnen in dem Moment hilft.
Meine bevorzugte "Methode" beim Eingewöhnen der Kinder ist einerseits der kurz gehaltene Abschied, andererseits der limitierte Aufenthalt für die Kinder. Wenn ein Kind weint, schreibe ich der Mutter schon nach einer viertel Stunde ein sms, damit sie das Kind nach spätestens einer halben Stunde abholt. Von Woche zu Woche können wir so die Spielgruppenzeit nach Bedarf erhöhen und die Kinder merken bald, wie schnell die gemeinsamen 2,5 Stunden um sind! Dies hat sich meiner Meinung nach auch in den Fällen besonders gut bewährt, wo die Eltern wenig oder kein Deutsch verstehen. Ich hoffe ihnen (den Kindern und den Eltern) damit das Vertrauen zu geben, dass mir das Wohlbefinden des Kindes wichtiger ist, als ein "Absitzen" der vorgeschriebenen Zeit.
Kinder mit denen ich problemlos verbal kommunizieren kann, lassen sich auch gerne auf ein "Mami-Vermiss-Schächteli" ein. Wir verzieren es gemeinsam in der Spielgruppe mit Glitzersteinchen. Bis zum nächsten Besuch füllt das Mami persönliche Andenkerli rein: Fotos, ein Stückchen Stoff mit ihrem Parfüm, ein Kuss mit Lippenstift auf einem Papier, ein Stückchen Fell zum streicheln... der Phantasie der Mütter sind keine Grenzen gesetzt.